Ein Kunstprojekt der besonderen Art

Eine ganze Woche lang, vom 10. bis 14. Juni 2013,  arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der beiden achten Klassen in fünf verschiedenen Neigungsgruppen, an unterschiedlichen Themen, zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten. Zur
Auswahl standen die Projekte „farbige Figuren“, „bunte Bänke“, „Schokoladen-Kunst“, „Stein-Pralinen“ und Krawatten-Skulpturen“.

 

 

 

Die beiden Projektgruppen „Stein-Pralinen“ und Krawatten-Skulpturen“ hatten sich zusätzlich die Aufgabe gestellt einen künstlerischen Beitrag für den Europaweg in der Gemeinde Dobel zu gestalten. Die Ergebnisse können nach dem 12. Juli 2013 bei einem Spaziergang betrachtet werden. Die Ergebnisse der drei anderen Projektgruppen können beim Schulfest am 5. Juli
2013 von 16 – 20 Uhr bestaunt und gekostet werden.

Die Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Projekten :

Farbige Figuren

Wir nahmen an der Projektgruppe „farbige Figuren aus Holz“  teil. Das Projekt wurde von Schulsozialarbeiterin Frau Holder und von Frau Wiener begleitet. Am ersten Tag haben wir uns bei Frau Holder im Büro getroffen. Nach einem Frühstück haben wir Regeln aufgestellt, wie wir miteinander arbeiten und umgehen wollen. Für jeden Tag haben wir uns neue Ziele gesetzt. Am gleichen Tag haben wir Vorlagen und Fotos für unsere Holzfiguren gemacht. Die Vorlagen wurden dann auf Folie kopiert und auf die Holzbretter projiziert. Am zweiten Tag ging es in den Werkraum mit Frau Wiener. Wir haben mit Stichsägen gesägt, gefeilt und mit Schmirgelpapier geschliffen. Am nächsten Tag haben wir die Holzfiguren fertig gemacht. Skizziert und gemalt haben wir an dem Tag auch noch. Donnerstags haben wir weiter gemalt und verziert und sind fast zum Ende gekommen. Vielen Dank an Louisas Mutter, die uns am Donnerstag den Kuchen gebacken hat! Täglich haben wir unsere Ziele erreicht. Am Ende waren wir sehr zufrieden mit unseren tollen Arbeiten. Es entstanden viele verschiedene Figuren wie Maggie, Lisa und Bart Simpson, Son Goku und Son Gohan, Cartman, ein Fussballer und ein Urlauber. Zur Belohnung waren wir freitags noch mit Frau Holder Eis essen. Die Gruppe hatte viel Spaß an dem Kunstprojekt. Ein Dank an Frau Wiener und Frau Holder, die uns unterstützt haben.

Bunte Bänke

Unser Kunstprojekt bestand darin, dass wir die ausgemusterten, alten Holzbänke aus unserer Turnhalle renoviert und farbig ausgestaltet haben. Dazu mussten wir zunächst den alten Klarlack abschmirgeln und die Bänke frisch grundieren. Anschließend überlegten wir uns verschiedene Muster, die wir auf die Bänke malten. Ein Schüler hatte sogar die gute Idee, die Adresse unserer Schulhomepage (www.heynlinschule-stein.de) und das Schullogo darauf abzubilden. Anschließend trugen wir noch eine Schicht Klarlack auf und jetzt können die bunten Bänke bei vielen Gelegenheiten in der Schule und im Schulgelände wieder neu genutzt werden. Wir bedanken uns bei Frau Kölmel und Frau Berndt für die tolle Projektbetreuung.

Schokoladen-Kunst

Acht von uns Schülerinnen und Schülern hatten sich für das Projektthema „Schokoladen-Kunst“ entschieden. Einen Teil der Kunstwoche verbrachten wir, mit der freundlichen Unterstützung von Frau Lang (einer Konditorin, die wir für dieses Projekt gewinnen konnten) damit, um in unserer Schülküche hochwertige Pralinen herzustellen. Etwa 350 Pralinen produzierten wir in dieser Zeit. Diese wurden in den nächsten Tagen liebevoll verpackt, denn wir möchten sie natürlich auch am Schulfest verkaufen. Außer den Pralinen sind Kuchen, eine Torte und andere leckere Kunstwerke aus Schokolade entstanden. Unsere selbst gebackenen Teile waren superlecker und wurden zum Probieren verteilt. Unsere Gruppe hatte viel Spaß, nicht nur beim Essen. Alle waren sich einig, dass der Beruf des Konditors kreativ, aber auch sehr anstrengend ist. Vielen Dank an Frau Lang für die fachmännische Unterstützung und Frau Schorpp für die Projektbetreuung.

Stein-Pralinen

Unser Kunstprojekt besteht aus insgesamt neun Pralinen aus Stein – genauer aus Buntsandsteinen aus dem Pfinztal und aus der Pfalz. Dargestellt wurde das Land Belgien mit einem typischen Produkt. Die Steine wurden vom Projektleiter Herrn Dennig ausgesucht. Wir durften uns einen auswählen, der uns sympathisch war. Motive haben wir an echten belgischen Pralinen gefunden und versucht, Ähnliches auf unsere Steine zu übertragen. Wir waren insgesamt neun Schülerinnen und Schüler – vier Mädchen und fünf Jungen. Manche von uns haben sich das Arbeiten am Stein viel leichter vorgestellt. Aber jetzt haben wir viel mehr Achtung vor den Steinmetzarbeiten, die wir oft in Kirchen sehen. Wir sind jeden Morgen pünktlich um 9 Uhr  im Steinbruch angekommen –  mit Bus und Bahn fuhren wir nach Wilferdingen marschierten  dann zu Fuß hier auf den Berg. Gearbeitet haben wir mit Spitz- und Flachmeißel und das wichtigste Werkzeug war der Stockhammer, der aus vielen kleinen Spitzeisen besteht. Wir hatten noch Feilen, Schutzbrille und Handbesen. Und am Ende überlegten wir noch, welche Teile unserer Sandsteinpraline wir mit Farbe anmalen könnten. Wir lernten, einen Stein zu sprengen mit Bohrloch und Metallkeilen – wir lernten auch, wie schwierig es ist, mit Ausdauer lange zu arbeiten. Und wir lernten, dass auch Sandstein unterschiedlich hart sein kann. Vielen Dank an Herrn Bernd Dennig für die tolle Projektwoche.

Krawatten-Skulpturen

Wir hatten uns die Projekt-Gruppe „Krawatten-Skulptur“ ausgewählt, weil wir alle etwas Handwerkliches machen wollten. Die Krawatten sollen das Land Kroatien symbolisieren. Es wird vermutet, dass die Krawatte dort ihren Ursprung hat. Unsere Gruppe bestand insgesamt aus sieben Jungs und einem Mädchen. Wir arbeiteten von Montag bis Mittwoch jeweils von 8 Uhr bis 16 Uhr im alten Bauhof der Gemeinde. Am Donnerstag halfen wir beim Transport der Holz-Skulpturen und am Freitag bereiteten wir unsere Präsentation vor. Am Montag stand die Teamarbeit im Mittelpunkt, denn wir mussten die acht Douglasienstämme mit je ca. 100 kg Gewicht in die ca. 100 Meter entfernte Halle vom alten Bauhof tragen. Anschließend mussten wir die Rinde der Baumstämme mit einer speziellen Axt abkratzen. Danach durften wir unsere Krawattenmotive auf den Baumstamm zeichnen. Herr Drost hat dann damit angefangen, mit den einzelnen Kindern die grobe Form der Vorder- und Seitenansicht der Krawattenfigur auszusägen. Zu unserem eigenen Schutz mussten wir Schnittschutzhosen, Schutzbrillen und Ohrschützer tragen. Am Dienstag ging es zunächst stockend voran da Herr Drost immer nur mit einem von uns arbeiten konnte. Sobald die komplette Form ausgesägt war, machten wir uns mit dem Dremel an das Muster und den Hingucker auf der Krawatte. Wer wollte, konnte das Krawattenmuster auch noch mit Lackfarben einfärben. Anschließend musste die ganze Skulptur noch abgeschliffen werden. Am Mittwoch stand die Fertigstellung der Holz-Krawatten mit allen Feinarbeiten im Mittelpunkt. Zum Schluss musste alles aufgeräumt und die Halle sauber gefegt werden. Am Morgen hatten wir noch befürchtet, dass nicht alle Holz-Krawatten fertig werden, doch am Ende hat alles noch geklappt. Und wie man sehen kann, sind die Krawatten-Figuren sehr schön geworden. Die ganze Gruppe bedankt sich bei der Gemeinde Königsbach-Stein dafür, dass uns der alte Bauhof zum Arbeiten im Trockenen zur Verfügung gestanden hat. Vielen herzlichen Dank auch an Herrn Andreas Drost, der uns seine Zeit, sein fachmännisches Können und seine Nerven zur Verfügung gestellt hat.

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