Die 8b sucht Kontakt zur Natur

Mit dem Ökomobil erkunden die Achtklässler den Kämpfelbach

N. Roller

Mit Keschern und Sieben waten die Schüler durch den 14 Grad kalten Kämpfelbach. Barfuß schreiten sie vorsichtig auf dem Flussbett voran und halten Ausschau. Sie sind auf der Suche nach Wasserlebewesen. Yannik ist schon fündig geworden: Ein Fisch, eine Schnecke und ein Wurm schwimmen schon in dem weißen Plastikbehälter, den er vorsichtig in seinen Händen hält. Yannik freut sich. „Ich hätte nicht erwartet, so viel zu finden“, sagt der 15-Jährige. Am Freitagvormittag ist er nur einer von rund 20 Achtklässlern, die sich im Kämpfelbach auf Entdeckungstour begeben. Auf Einladung der Königsbacher Firma IMO ist das Ökomobil des Regierungspräsidiums zu Gast und zeigt den Schülern, was in einem Fluss alles lebt. Unter dem Stereomikroskop untersuchen die Jugendlichen die zuvor gesammelten Organismen genauer.

Der Biologe Daniel Baumgärtner hilft ihnen dabei, die Arten zu bestimmen. Mehr als zehn verschiedene haben die Schüler gefunden, etwa Bachflohkrebse, Dreieckskopfstrudelwürmer, Köcher- und Eintagsfliegenlarven. „Für die kurze Zeit ist das eine ganze Menge“, sagt Baumgärtner anerkennend. Der Leiter des Ökomobils will Kinder und Jugendliche in Kontakt zu Natur und Umwelt bringen – an bis zu 140 Terminen jährlich. „Viele wissen gar nicht, was in einem Gewässer lebt und wie wichtig diese Organismen für die Selbstreinigung des Wassers sind.“

Denn im Alltag spiele der Kontakt zur Natur oft eine untergeordnete Rolle. Aber: „Man kann nur das schützen, was man kennt.“ Vom Engagement der Steiner Heynlinschüler ist Baumgärtner begeistert: „Sie haben toll mitgemacht, waren sehr interessiert und motiviert.“

Auch die beiden Lehrer Yasmin Moayyeri und Lutz Kiebelstein sprechen von einer gelungenen Aktion. Eine Aktion, die die Schule auch der Firma IMO zu verdanken hat: „Uns war es schon lange ein Anliegen, das Ökomobil einzuladen“, sagt Marketing-Beauftragte Anja Bischoff. Auch um einen Imbiss und Getränke für die Jugendlichen hat sich der Königsbacher Galvanikbetrieb gekümmert, der bereits seit vielen Jahren eine Bildungspartnerschaft mit der Schule unterhält. – Text und Bilder: Nico Roller

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