Acht neue Bildungspartnerschaften für die Heynlinschule Stein

Königsbach-Stein (ufa)

Seit nahezu fünf Jahren pflegt die Heynlinschule Stein Bildungspartnerschaften mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Zu den bislang acht Partnerfirmen kamen nun weitere acht hinzu. Dabei handelt es sich um die Metzgerei Dürr & Beier, das Unternehmen Kaufmann Micromechanik und die Autolackiererei Hunn & Walch, alle aus Remchingen, das Autohaus Kellenberger, Königsbach, die Schreinerei Wendel aus Eisingen, sowie aus Pforzheim die Malerwerkstatt Heinrich Schmid, den Friseursalon Barbers und Raumausstatter Gwinner. Ihre Vertreter wurden in der Schulaula mit großem Bahnhof empfangen.

„Wir wollen möglichst viel Nähe zu Betrieben schaffen, um den Schülern die Berufswahl und den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern“, unterstrich Schulleiter Klaus Müller zur Begrüßung der neuen Partner. Es bedeute eine wertvolle Hilfe, genügend Bildungspartner zu haben, die den Jugendlichen den Arbeitsalltag „live“ vermitteln. Man bemühe sich, Schüler und passende Betriebe zusammen zu bringen, und die ersten Erfolge bei der Ausbildung in den Partnerbetrieben könne man bereits verzeichnen. „Lösen Sie sich von Ihren Vorstellungen über Haupt- und Werkrealschüler, es ist der richtige Weg für unsere Schüler, ihren Beruf im Handwerk zu finden“, rief Müller den neuen Partnern zu.

Grüße und gute Wünsche der Handwerkskammer Karlsruhe überbrachte Silke Cacciatore. Als Mitarbeiterin der Außenstelle Pforzheim ist sie unter anderem für die Nachwuchswerbung zuständig. Sie hatte sich gut informiert und nannte beeindruckende Zahlen von Ausbildungsverträgen, die in den Handwerksbetrieben der neuen Bildungspartner bislang registriert worden sind. Durch Bildungspartnerschaften, solle vor allem das Interesse für die verschiedenen Berufe geweckt werden, „damit die Jugendlichen auch Einblicke in Berufsfelder bekommen, die außerhalb ihres Wunschberufes liegen.“ Melanie Sommer, Ausbildungsberaterin bei der IHK Nordschwarzwald, richtete vor allem Dank an die Betriebe. „Sie können positiven Einfluss auf die Berufswahl nehmen.“

Die Vorstellung der Schule und ihres Berufsorientierungs-Konzepts übernahmen Lehrer Lutz Kiebelstein und zwei Siebtklässler, die der neuen Bildungspartner ihre anwesenden Vertreter. Andreas Klug (Friseursalon Barbers) begründete das Engagement damit, „dass wir in den letzten Jahren immer weniger Bewerbungen erhalten, obwohl wir einer der bestrenommierten Salons in Deutschland sind.“ Salvatore Misuraca, Inhaber des Autohauses Kellenberger, ermunterte die Schüler und sagte, „Interesse, Lust und Liebe zum Beruf sind wichtiger als gute Noten. Wichtig ist, man muss das Handwerk im Blut haben.“ Und das hat nach wie vor „goldenen Boden“, wie Norbert Eschel von der Malerwerkstatt Heinrich Schmid betonte. Andreas Beier (Metzgerei Dürr & Beier) sagte, „ich möchte einfach, dass das Handwerk weitergeführt wird.“ Kai Höpfinger (Kaufmann Micromechanik) ergänzte, „jeder weiß, dass man die besten Mitarbeiter hat, wenn man sie selbst ausbildet.“

Für den passenden Rahmen der Veranstaltung sorgten die künftigen Lehrlinge selbst mit musikalischen Beiträgen und leckerem Fingerfood aus der Schulküche.

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